Bernhardiner

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Geschichtliches

Über die Urahnen des heutigen Bernhardiners gibt es mehrere Theorien und Vermutungen. Prof. Dr. Albert Heim begann seinen Vortrag am 23.04.1927 in Bern mit den Worten «Der Bernhardiner gehört zu den doggenartigen Hunden!». Er führte weiter auf, dass die Römer über die Alpen Hunde in das Gebiet der heutigen Schweiz mitbrachten. Diese römischen Hunde, die «Molosser», bezeichnete er als die Ahnen der Bernhardiner.

Wiederum wird behauptet dass die Herkunft der Hospizhunde im Dunkeln liege. Tibetdoggen, wie Neufundländer wurden vermutlich in den damaligen Schlag des Kurzhaarigen Bernhardiners eingekreuzt, um den heutigen «modernen» langhaarigen Bernhardiner zu erhalten.

Nicht umstritten ist es, dass der ursprüngliche Bernhardiner als Rettungshund diente und so im Schnee verirrten Wanderern half. Sein berühmtes Schnapsfässchen um den Hals des Bernhardiners brachte den Verschütteten die nötige Wärme.

Der wohl berühmteste Bernhardiner aller Zeiten, ist der Stockhaar Rüde «Barry», welcher von 1800 – 1812 auf der Paßhöhe des Hospizes etwa 40 Menschen das Leben gerettet haben soll. Die rührende Legende, nach der Barry einen kleinen, im Schnee liegenden Jungen, durch intensives Belecken weckte und ihm dann bewog, sich auf seinen Rücken zu setzen, ging um die ganze Welt und verbreitete den Ruhm der Rasse. Im Jahre 1814 verstarb Barry an Altersschwäche. Bis heute ist sein präparierter Körper im Museum in Bern ausgestellt.

Erscheinungsbild des Bernhardiners

Der Bernhardiner ist ein min. 65 – 90 cm großer, kräftiger Hund mit muskulösen Körper, imposantem Kopf und aufmerksamen Gesichtsausdruck. Wichtig ist eine harmonische Gesamterscheinung und korrektes Gangwerk, falls die Größe das Höchstmaß überschreitet.

Den Bernhardiner gibt es in zwei Varianten, den Stock‐ (Kurz‐) und Langhaar, bei beiden Fellarten ist die Grundfarbe weiß mit kleineren oder größeren rotbraunen Platten bis durchgehende rotbraune Decke über Rücken und Flanken. Eine dunkle Maske ist erwünscht.

Sein Wesen

Der große Hund der Schweizer Berge, der starke Arbeitshund, wird immer mehr zuverlässiger Begleiter und Freund seiner Familie. Ausgezeichnet ist unser Bernhardiner durch sein gutes, verlässiches, wachsames Wesen und freundliches Naturell. Der Bernhardiner hat im Alter ein ruhiges Wesen, wohingegen man sein lebhaftes Temperament im Junghundalter nicht unterschätzen sollte. Auch der Bernhardiner benötigt von Anfang an eine konsequente Erziehung.

Gesundheit

Der Bernhardiner gehört zu den robusten, gesunden Rassen. Typische Rassekrankheiten sind, wie bei vielen großen, schweren Hunden, die Hüft‐ und Ellenbogendysplasie. Ein Welpe, aus seriöser Zucht mit gesunden Vorfahren und korrekter Aufzucht gibt aber auch hier gute Hoffnung auf einen gesunden Hund.

Die richtige Aufzucht, Pflege, Fütterung und Erziehung garantieren einen imposanten Freund und Begleiter der Familie. Und Wächter von Haus und Garten.

tierwikiAutor: Chianti
zuletzt aktualisiert: 11. August 2010


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