Ellbogendysplasie beim Hund

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Die Ellbogendysplasie – kurz ED – ist eine der HD vergleichbare Gelenkserkrankung an den Vorderbeinen. Sie zeigt sich durch Lahmheit und Steifheit in den vorderen Gliedmaßen des Hundes, besonders nach dem Aufstehen. Eine Arthrose geht mit der Krankheit einher. Auch die ED ist eine weitestgehend erbliche Erkrankung, die aber durch andere Faktoren, wie falsche Fütterung oder übermäßige Belastung gefördert werden kann. Alle Hunderassen können betroffen sein, eine hohe Körpermasse ist allerdings förderlich für die Erkrankung.

Diagnostik

Im Falle einer ED passen die drei gelenkbildenden Knochen (Oberarmknochen, Elle und Speiche) nicht richtig zueinander, was zu Steifheit und Fehlbildungen führt. Es kommt zu einem veränderten Wachstum an den gelenkbildenden Knochenteilen (Ostheoarthrose), einer Verhärtung dieser (Sklerosierung) sowie der Bildung von Auswüchsen des Knochen (Osteophyten). Bei geringen Veränderungen tritt lediglich eine Ostheoarthrose auf.

Weitere Begleiterscheinungen können FCP (Ablösung des innen liegenden Kronfortsatzes der Elle), OCD (Knorpelablösung am innen liegenden Rollhöcker des Oberarmknochens) und IPA (Ablösung des Ellenbogenfortsatzes der Elle) sein. Meist gehen mehrere Veränderungen miteinander einher.

Erkennbar werden diese Veränderungen auf einem Röntgenbild, nach welchem die Schweregrade wie folgt unterteil werden:

  • Grad O
    Normal. Keine Ostheophyten oder Sklerose (Wucherungen und Verhärtungen)
  • Grad I
    Milde Arthrose. Osteophyten kleiner als 2 mm oder Sklerose der Gelenkfläche der Elle.
  • Grad II
    Moderate Arthrose. Die Osteophyten sind 2–5 mm groß
  • Grad III
    Schwere Arthrose. Die Osteophyten sind größer als 5 mm

Für die Einteilung wird lediglich auf die Osteophyten Wert gelegt, andere Veränderungen werden aber vermerkt.

Behandlung

Losgelöste Knochenteile können chirurgisch entfernt beziehungsweise wieder angefügt werden. Eine Osteotomie (Durchtrennung der Elle) ist ebenso möglich.

Bei schwerer Erkrankung kann eine Endoprothese (Implantat, welches im Körper bleibt) eingesetzt werden. Im Anschluss an die Operationen sollte der Hund geschont werden, nach gewisser Zeit kann aber auch eine Physiotherapie sinnvoll sein.

Meist tritt aber dennoch eine Arthrose auf, daher ist es sinvoll, gleichzeitg mit entzündungs- und schmerzlindernden Mitteln zu therapieren. Hier empfehlen sich ebenfalls Teufelskralle und Grünlippmuschelkalk.

tierwikiAutor: *Mischling*
zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2016


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