Ausbildung von Hunden

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Um einen alltagstauglichen Hund zu erhalten, mit dem man durch Dick und Dünn, Stadt und Wald gehen kann, ohne zu verzweifeln, muss man ihn entsprechend erziehen und an diverse Umweltbedinungen gewöhnen. Insbesondere Anfängern in der Hundehaltung ist dazu der Besuch einer guten Hundeschule anzuraten. Je nach Alter und Erziehungsstand gibt es verschiedene Kursangebote.

Welpenspielstunde

Um einen wesensfesten Hund zu bekommen, der ein artgerechtes und gesundes Sozialverhalten hat, ist es unvermeidbar, seinem Welpen regelmäßig Kontakt zu gleichaltrigen Artgenossen zu bieten. Wo geht das besser, als in einer Welpenspielstunde? Damit diese Welpenspielstunde auch ihr Ziel erreicht, ist es wichtig darauf zu achten, dass es nicht zu viele Hunde sind, die dann auch noch etwa gleich alt sind und etwa gleich schwer, sonst kann es für die kleineren schon da zu folgenschweren Schäden kommen.

Hundeschule /​Hundeverein

Zu Beginn der Hundeausbildung wird sich zumindest jeder Neuling die Frage stellen, wo und wie mache ich das? Wenn man noch gar keine Erfahrung im Umgang mit Hunden hat, ist es auf jeden Fall ratsam, sich an eine Hundeschule oder einen Verein zu wenden. Während in einer Hundeschule die Ausbildung meist nur in Kursform angeboten wird, hat man in einem Hundeverein dauerhaft Hilfe und findet auch eine nette Kameradschaft. Da ist es natürlich auch Geschmacksache, wie weit man sich da reinhängen möchte. Es wird auch nicht überall die große Auswahl geben, nur sollte man es wirklich nicht versäumen, die Jugend des Hundes zu nutzen, um einen angenehmen, wesensfesten und treuen Begleiter heranzuziehen.

Inhalte der Ausbildung

Grundgehorsam

Der Grundgehorsam ist die Grundlage, auf der alle weiterführenden Ausbildungen aufgebaut werden. Dazu gehören die Kommandos wie Sitz, Platz, Bleib, bei Fuß und Hier. Um seinem Hund diese Kommandos beizubringen, sollte man etwa mit einem Alter von 6 Monaten beginnen. Dazu gehören viel Geduld und Einfühlungsvermögen, aber auch sehr viel Konsequenz.

Weiterführende Ausbildungen

Schutzhundeausbildung

Die Schutzhundausbildung gliedert sich in 3 Teile auf:

  • die Suche
  • die Unterordnung
  • und den Schutzdienst

Bei der Suche wird von einer Person (am Anfang ist es der Hundeführer selbst) in einer Wiese eine Fährte mit 2 rechten Winkeln gelegt, auf der in der Mitte und am Ende kleine Gegenstände abgelegt werden. Nach einer kurzen Wartezeit, die sich mit der Zeit steigert, wird der Hund dann am Beginn angesetzt und an der Suchleine folgt der Hundeführer seinem Hund bis zum Ende der Fährte. Die Gegenstände sollen vom Hund verwiesen werden.

Bei der Unterordnung geht es um die Leinenführigkeit und darum, dass der Hund alle Gehorsamsübungen bereitwillig und freudig ausführt. Dazu gehören Fuß, Sitz, Platz, Voran und Ablegen sowie das Apportieren von entsprechenden Apportierhölzern auf ebener Erde genauso wie über ein Hindernis und in der höchsten Anforderungsstufe auch der Sprung über eine Wand. Der Hund soll sich auch entspannt ablegen lassen, während ein weiterer Hund dann die gleichen Übungen macht.

Beim Schutzdienst wird von Hund verlangt, dass er sich frei durch Kommandos lenken lässt und so verschiedene Verstecke kontrolliert. Hinter einem dieser Verstecke steht dann eine Person in Schutzkleidung, die vom Hund durch anhaltendes Bellen verwiesen und an der Flucht gehindert werden soll, ohne dass der Hund die Person angreift. Der Hundeführer muss dann seinen Hund dort abholen und so der Person ermöglichen, ihr Versteck zu verlassen. Bei einer weiteren Übung soll der Hund die Person, die versucht zu flüchten, daran hindern, indem er sie am Arm greift und stellt. Stellt die Person die Gegenwehr ein, hat der Hund los zulassen. Während der Übungen wird auch ein Schuss abgegeben, um die Schreckhaftigkeit des Hundes zu überprüfen.

Das Ganze ist eine sehr komplexe Ausbildung, die sehr viel Zeit, Mühe und Einfühlungsvermögen in den Hund erfordert. Dafür hat man bei gewissenhaftem regelmäßigem Training am Ende einen Hund, auf den man sich absolut verlassen kann.

Jagdhunde für Nichtjäger

Wer sich einen Hund einer Jagdhundrasse zulegt, sollte sich vorab intensiv damit auseinander setzen, ob er den Anforderungen dieser Rasse gerecht werden kann. Die einzelnen Rassen sind für die Arbeit im Fuchsbau ( Erdhunde, Terrier), fürs Stöbern (Bracken und Stöberhunde), fürs Apportieren (Retriever) für die Feldsuche (Vorstehhunde, Pointer und Setter) und für die Nachsuche (Schweißhunde) gezüchtet. Es wird bei der Zuchtauswahl sehr hoher Wert darauf gelegt, dass die dafür nötigen Anlagen ausgeprägt vorhanden sind. Deshalb kann man diese Rassen nicht mit einfachen Gassigängen und Stöckchen werfen zufrieden stellen. Ohne sich selber mit der Jagd befassen zu wollen, muss man sich dann Ersatzarbeiten für seinen Hund suchen. Apportierfreudige Hund kann man da sehr gut mit der Dummyarbeit beschäftigen, welche ja auch über die Retrieververbände angeboten wird. Suchübungen sind für alle diese Rassen immer eine Freude.

tierwikiAutor: ?
zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2009


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