Gesundheitscheck beim Hamster

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Hamster verstecken viele Krankheiten sehr lang. Leider bemerkt man als Besitzer daher oft erst spät, wenn etwas nicht stimmt. Daher ist es wichtig, regelmässig einen Gesundheitscheck durchzuführen. Diese Kontrolle ist kann lebensnotwendig für den Hamster sein.

Foto: JarkkoManty /​pixabay

Man sollte regelmäßig, also jeden Monat, einen Gesundheitscheck beim Hamster durchführen – bei akutem Verdacht (z. B. nach einem Tierarztbesuch) natürlich auch häufiger. Dabei sollte man folgendes durchführen:

  • Die Gewichtskontrolle.
    Am besten setzt man den Hamster in ein ausreichend hohes Gefäß (z. B. einen Messbecher) und stellt dieses auf eine Küchenwaage, um das Gewicht zu bestimmen. Das Normalgewicht bei Zwerghamstern liegt je nach Art zwischen 25 g und 60 g. Goldhamsterweibchen können zwischen 80 g und 150 g wiegen und Goldhamsterböcke zwischen 100 g und 160 g. Beim Wiegen sollte man darauf achten, dass der Hamster keine Körner in den Backtaschen hat
  • Der After sollte frei von Kot bzw. durch diesen nicht verklebt und nicht gerötet sein
  • Streicht man sachte mit dem Finger gegen die Fellrichtung, kann man die Haut kontrollieren und auf eventuelle Schädlinge, Schuppen, Rötungen oder Wunden untersuchen
  • Nase und Augen sollten nicht tränen oder verklebt sein
  • Die Zähne sollten kontrolliert sein. Gesunde Hamsterzähne von einem adulten Tier sind gelb, gleichmäßig lang, gerade und nicht abgebrochen
So fixiert ihr einen Hamster richtig.

So fixiert ihr einen Hamster richtig. Foto: Casimir

Um den Hamster ordentlich untersuchen zu können, muss man ihn richtig fixieren. Dabei legt man sich den Hamster auf die Handinnenfläche, sodass dessen Rücken von unserer Hand gestützt wird. Mit Zeigefinger und Daumen fixiert man vorsichtig den Kopf, damit er diesen nicht rumreißen und uns beißen kann, mit den restlichen Fingern kann man den Unterleib festhalten und das Tier dann in Ruhe untersuchen und anschauen.

Ist der Hamster nicht zahm genug, um ihn so zu fassen zu bekommen oder traut man es sich nicht zu, empfiehlt es sich, das Tier in ein durchsichtiges Gefäß zu setzen (z. B. einen Messbecher) und ihn dann so in Ruhe zu betrachten.

Sollte man unerklärliche Auffälligkeiten sehen, ist ein schneller Tierarztbesuch ratsam. Auch am Wochenende oder an Feiertagen gibt es Tierärzte, die Notdienst haben, diese stehen dann für gewöhnlich in den Tageszeitungen, sodass man eigentlich zu jeder Tag‐ und Nachtzeit einen geeigneten Tierarzt erreichen kann.

Oftmals kann man, wenn man sein Tier schon gut kennt, Krankheiten oder Unwohlsein schon im Verhalten erkennen. Das kann z. B. sein:

  • Das Tier frisst nicht mehr ordentlich, auch nicht mehr das Lieblingsfutter
  • Es ist träge, wirkt müde und apathisch, läuft auch nicht mehr im Laufrad
  • Der Hamster ist wackelig auf den Beinen, kippt beim Laufen um, hat Gleichgewichtsprobleme
  • Der Hamster trinkt gar nichts mehr oder auf einmal sehr viel
  • Das Tier verliert Fell, wird kahl

Autoren: unbekannt
zuletzt aktualisiert: 10. August 2013


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