Leopardgecko

12. Februar 2010

Leopardgecko


Eublepharis macularius Eublepharidae Unterarten: Eublepharis macularius afghanicus Eublepharis macularius fasciolatus Eublepharis macularius fuscus Eublepharis macularius macularius Eublepharis macularius montanus Eublepharis macularius smithi

Ursprüngliche Heimat

Syrien,Irak, Iran,Afghanistan,Indien;Pakistan,Turkmenistan

Aussehen

Adult (ausgewachsenes Tier): gelbliche bis hellbraune Grundfarbe mit schwarzen Flecken, Bauch weißlich bis cremefarben

Juvenil: leichte Streifen und auf hellem Grund, schon Adultfärbung

Größe (ausgewachsen)

25-30 Zentimeter, fast die Hälfte der Gesamtlänge der Tiere fällt auf den Schwanz

Besonderheiten

Leos gehören zu den Lidgeckos und somit nicht zu den Haftzehern. Deshalb besitzen sie keine Haftlamellen unter den Füssen, sondern Krallen an den Zehen. Der Schwanz der Tiere wird als Fett- / Energiespeicher genutzt (ähnlich dem Höcker eines Kamels oder Dromedars vergleichbar). Außerdem verfügen sie über Augenlider, die sie verschließen können, z.B.zum Schutz des Auges gegen Flugsand.


Wichtige Fakten zur Gattung und Haltung, die vor der Anschaffung berücksichtigt werden sollten: -Leos sind nachtaktive Tiere und verkriechen sich tagsüber gern in Höhlen oder unter Steinen und ähnlichem.

-Sie werden 15 bis 20 Jahre alt

-Leos eigenen sich nicht zur Vergesellschaftung mit anderen Arten, da sie kleinere Arten als Beute ansehen könnten und sehr territoriales Verhalten aufweisen.

-Leopardgeckos sollten nicht einzeln gehalten werden, da sie auch in der Natur in großen Gruppen leben.

-Eine Haltung mehrerer Männchen ist durch Revierstreitigkeiten nicht möglich .

-Für Einsteiger ist eine reine Weibchengruppe zu empfehlen.

-Ein Männchen sollte immer mit mindesten 2 Weibchen gehalten werden, da das Weibchen sonst andauernd vom paarungbereiten Männchen bedrängt wird, was das Weibchen sehr stresst und sich so auf Dauer negativ auf die Gesundheit auswirkt.


Ernährung
In der freien Wildbahn ernähren sie sich von Spinnen,Larven,Maden ,Käfern, Kleinsäugern, deren Jungtieren sowie sogar Skorpionen. Unsere in den Terrarien gehaltene Leos werden mit diversen Grillen (wie Steppengrillen, Zweifleckgrillen, Mittelmeergrillen, Heimchen usw.), Mehlwürmern, die aufgrund des hohen Proteingehalts nur selten verfüttert werden sollten, Heuschrecken, Wiesenplankton und ab und zu auch jungen Kleinsäuger(z.B. Babymäusen) verfüttert. Außerdem sollten die Futtertiere auch mit Mineralstaub/Vitaminstaub bestäubt werden. Hierzu eignet sich ZVT Korvimin + Reptil gut.
Geschlechtsunterschiede

Je nach Entwicklung des Geckos ist die Geschlechtsbestimmung erst im Alter von 6-10 Monaten möglich. Zur Bestimmung des Geschlechts muss die Unterseite des Tieres betrachtet werden. Das Männchen besitzt eine kleine Reihe von Präanalporen (wirkt optisch wie eine gerade Narbe oder „Kette“), die beim Weibchen nicht vorhanden sind. Außerdem ist das Männchen oft größer als das Weibchen, was aber auch manchmal täuschen kann.

Farbzuchten/Arten

In Gefangenschaft wurden verschiedene Farbvarianten gezüchtet, hier nun ein paar aufgelistet: Wildfarbe – in der Natur vorkommende Farbvariante Blizzard – komplett weiß ohne Tupfen High Yellow – Grundfarbe Gelb ist sehr viel stärker als normal ausgeprägt Banded – eine ausgeprägte Bänderung bei den Adulti Tangerine – orange Grundfarbe mit normalen Tupfen

Haltung in Terrarien

Terrariengröße und Austattung

Die Maße des Terrariums sollten laut gesetzlichen Mindestanforderungen des Gesetzgebers (Stand 1999) für ein Paar mit den Faktoren 4x3x2 für die Länge, Tiefe und Höhe mit der Kopfrumpflänge der Tiere multipliziert werden. Allerdings sollte man wesentlich größere Terrarien wählen, da es sich doch um recht aktive Geckos handelt. Dabei verwenden viele Halter Terrarien mit den Maßen 1.20×0.6×0.6m für eine Gruppe von 1.3 Tieren.

Boden

Der Bodengrund sollte etwa 10-15 cm hoch sein da Leopardgeckos (wie oben schon erwähnt) gerne Höhlen graben. Es gibt speziellen Sand auch im Tierhandel, der sich bei Trockenheit aushärtet. Dies liegt an dem Lehmanteil im Sand, der aushärtet. Dies kann man sich auch selbst mischen, um die Verhältnisse in der Natur weitestgehend nachzuahmen. Bodengrund sollte auch mindestens 1-2 mal pro Jahr ausgewechselt werden, um die Anreicherung mit Urin und Kotresten nicht bis ins Unendliche laufen zu lassen.. Bitte keinen Vogelsand verwenden, auch wenn viele Zoofachgeschäfte dazu raten. Er ist zu weich und kann beim Verschlucken durch die Tiere zu Darmverschluss führen. Allein Deswegen ist er ungeeignet. Hinzu kommen die scharfen Kalkstückchen, an denen sich die Tiere die Füße verletzen können.

Bepflanzung

Da die Leos aus Steinwüsten kommen, muss das Terrarium kaum großartig bepflanzt werden. Viele Halter verwenden Kunstoffpflanzen, da nicht jede echte Pflanze das Klima im Terrarium auf Dauer aushält. Viele Terrarianer nutzen gerne Kakteen im Leopargeckoterrarium, hierbei sollt man aber darauf achten, dass sie weichere, kleine sDornen haben, damit kletterwütige Leos sich nicht stark verletzen. Ich persönlich ziehe Tillandsien vor und habe mit folgenden Tillandsienarten gute Erfahrungen gemacht: Tillandsia ionantha Tillandsia purpurea Tillandsia usneoidesDiese kann man wunderbar auf Schieferplatten, Höhlen usw. mit Tillandsienkleber befestigen (Uhu-Kleber und ähnliches sind in der Nähe von Tieren ungeeignet, da sie giftige Lösungsmittel enthalten. Kakteen sollten fest eingepflanzt oder mit einem Tontopf im Substrat versenkt werden, damit er nicht andauernd kippt, wenn er mal bei der Jagd eventuell angerempelt wird. Zur Topf- und Sandabdeckung bei den Kakteen haben sich Seramis und ähnliche Blähtonkügelchen bewährt. Folgende Kakteen kann ich selbst empfehlen: Aztekium ritteri Epithelantha micromeris Ansonsten kann man noch folgende Planzen zu empfehlen, einziger Nachteil bei ihnen ist, dass sie selten erhältlich sind: Nachtblühende Meerzwiebel/ Schakalszwiebel Ziziphus lotus-Zickzackdorn

Echte oder Kunstpflanzen sind auf jeden Fall ein wesentlicher Faktor, der die Jagd für die Geckos interessant macht. Sie müssen sich die Futtertiere erjagen, wenn sie sich in den Pflanzen versteckt haben. Desweiteren strukturieren sie das Terrarium und schaffen so Versteckplätze, in denen sich die Tiere dem ständigen Betrachtet-werden entziehen können.

Beleuchtung

Sie steht vorrangig zur Simulation eines Tag-Nacht-Rhythmus im Terrarium wie sie in der eigentlichen Heimat der Tiere gegeben wäre.

Beleuchtungszeit

im Sommer ca. 12 Stunden (z.b. 10uhr-22uhr), in der Winterruhe ca. 6 Stunden.

UV-Bestrahlung

Sie ist wichtig für alle Reptilien zur Synthese des Vitamin D3. Allerdings sind Leos nachtaktive Tiere und es reicht auch eigentlich eine Versorgung mit Vitamin D3 durch Bestäubung der Futtertiere mit entsprechendem, hochwertigem Vitaminpulver. Die Montage eines UV-Strahlers steigert allerdings nach eigenen Erfahrung das Wohlbefinden der Tiere und es ist definitiv nicht schädlich für die Tiere.

Glühlampen

Glühlampen werden im Terrarium oft als Wärme- und Lichtquelle genutzt. Diese sollten bei Gebrauch durch ein Gitter gesichert sein oder so montiert werden, dass die Geckos nicht mit ihnen in Kontakt kommen können (Verbrennungs- / verletzungsgefahr für das Tier).

Leuchtstoffröhren

Wenn nur Leuchtstoffröhren verwendet werden, sollte ein spezieller Heizstrahler oder montiert werden, denn Leuchtstoffröhren geben keine/kaum Wärme ab.

Luftfeuchte

Die relative Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber 40- 60% und nachts 60-65% betragen, welche man leicht erreicht, wenn man das Terrarium 2-3 Mal pro Woche mit einem Pumpsprüher (ein Blumensprüher ist auch gut geeignet) besprüht. Dabei sollte man aber auch ein paar Ecken trocken lassen, damit sich die Tiere ihren bevorzugten Bereich aussuchen können. Die Luftfeuchtigkeit ist wichtig bei der Häutung, denn, wenn die Luft zu trocken ist, löst sich sie alte Haut schwerer von der neuen. Als Häutungshilfe kann man so genannte „Wetboxen“ aufstellen. Das ist meist eine Plastikbox, die mit einem Einstieg versehen wurde (den kann man gut hineinlöten. Bitte auf ausreichend Belüftung bei diesem Arbeitsschritt achten!). Damit die Box die Feuchtigkeit hält, wird sie mit etwas feuchtem Sphaghnum gefüllt. Heizung:Die Grundtemperatur im Terrarium sollte bei 27-29°C tagsüber liegen. Dies kann man durch Verwendung herkömmlicher Heizstrahler erreichen, welche man auf eine Seite des Terrariums anbringen sollte, um verschiedene Temperaturzonen innerhalb des Terrariums zu schaffen, damit sich die Tiere die ihnen angenehmen Tempreraturen selbst aussuchen können. Die Sonnenplätze unter dem Strahler sollten höhere Temperaturen von etwa 35-45°C aufweisen, um es den Tieren zu ermöglichen, sich auf ihre Stoffwechseltemperatur zu erwärmen. Nachts sollte die Temperatur wie in der Natur auch auf 20-22°C abfallen.

Bei Heizmatten und -kabeln sollte man aus folgenden Gründen vorsichtig sein: Wie oben beschrieben buddeln Leos gerne eigene Höhlen und es besteht Verletzungsgefahr wenn Heizkabel / -matten nicht richtig geschützt montiert werden. Außerdem ist es in der Natur so, dass die Bodenschichten nach unten hin kühler werden. >Wenn sich jetzt also ein Gecko abkühlen will und sich einbuddelt, findet er nur noch wärmere Bodenschichten auf.

FAQ Winterruhe

Wann ist Zeit für die Winterruhe? November bis Februar

Warum Winterrruhe? Sie ist wichtig für die Gesundheit des Tieres und die Paarung. Nur gut genährte und gesunde Leos dürfen Winterruhe halten, außerdem muss der Verdauungstrakt vollkommen geleert sein, was man durch Bäder in warmem Wasser erreicht..

Wie wintert man die Geckos ein?Anfang November setzt man die Temperatur herunter und reguliert die Beleuchtungsdauer auf ca. 6 Stunden pro Tag. Tagsüber sollte die Temperatur bei 15-18°C und nachts bei 12-15°C gehalten werden. In dieser Zeit sollten die Tiere auch nicht gefüttert werden.

Wie wintert man die Tiere aus? Man geht genau so vor wie bei der Einwinterung, nur in der umgekehrten Reihenfolge. Die Temperaturen und die Beleuchtungsdauer werden langsam erhöht, bis man nach etwa 3 Wochen wieder bei den normalen Haltungsbedingungen angelangt ist.

Beitrag eingeschickt von jezzy

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