Bartagame – Pogona vitticeps
Bartagame – Pogona vitticeps
Größe
50- 60 cm Wobei der Schwarz meist die Hälfte der Gesamtlänge beträgt.
Lebenserwartung
Bei guter Haltung können die Tiere über 10 Jahre alt werden.
Herkunft
Zentral Australien, in Strauch-, Steppen- und Halbwüsten.
Lebensraum
Wüsten- / Steppenterrarium.
Bodengrund
Ein grabfähiges Sand-Lehm-Gemisch, die billigste Variante ist die Mischung von Lehmpulver mit billigem „Spielkastensand“ aus dem Baumarkt. Dieses wird ca 15-20cm hoch eingestreut. Während der Trächtigkeit sollten Stellen über 40cm zur Verfügung gestellt werden, um einer Legenot durch mangelnde Ablageplätze vorzubeugen.
Terrarium
Gesetzliches Mindestmaß beträgt 125x100x75 cm (LxBxH), alternativ dazu kann auch eine Größe von mindestens (!) 150x80x80 cm gewählt werden. Bei der Höhe sollte außerdem die Unterbringung der aufwändigen Beleuchtung bedacht werden, es ist deshalb ratsam, die Terrarien höher als 75cm zu bauen oder einen Lichtkasten mit einzuplanen.
Haltung
Das Optimum ist die Einzelhaltung. Bei einer Paarhaltung leidet das Weibchen zu sehr unter dem Paarungsdruck des Männchens, es kommt also außer der Einzelhaltung nur eine 1.x-Haltung infrage. Dies ist nur bei ausreichend großen Terrarien ratsam (ab 180×80, besser 200×80). Eine Alternative wäre die Haltung von zwei Weibchen, wobei auch hier nicht gesagt ist, dass diese gut gehen muss. Bei der Haltung mehrerer Tiere müssen auf jeden Fall ausreichend ausgestattete Ausweichterrarien bereitstehen, um die Tiere im Fall der Fälle trennen zu können.
Temperatur
28-35° Grad, Sonnenplatz mit bis zu 45° Grad, Nachts um die 20° Grad, nicht in Zugluft stellen. Luftfeuchtigkeit: 30-50%.
Beleuchtung
Bartagamen sind heliophile Wüstenbewohner und haben hohe und zugleich auch sehr teure Beleuchtungsansprüche. Drei Faktoren sind entscheidend: Helligkeit, UV und Wärme. Für die Helligkeit sind zwingend HQI oder besser HCI erforderlich (Daylight bzw NDL Brenner), T5-Röhren dienen der zusätzlich gleichmäßigen Aufhellung. Für UV sind derzeit die besten Lampen die Vitalux (Mindestabstand von 70cm zum Tier, nur eine halbe Stunde täglich!) und Bright Sun UV desert. Letztere ist außerdem eine HQI und kann zusätzlich für die Helligkeit eingesetzt, muss jedoch den ganzen Tag betrieben werden. UV-Kompaktlampen und UV-Röhren sind für Bartagamen kaum bis gar nicht geeignet, da diese bereits in 30cm Entfernung keine nenneswerte UV-Strahlung mehr abgeben und Bartagamenterrarien allein nach Mindestmaß schon 75cm Höhe betragen müssen. Sie geben außerdem kaum Helligkeit ab, sind also weder für Helligkeit noch für UV geeignet. Mangelnde UV-Strahlung kann Mangelerscheinungen nach sich ziehen. Nach Installation der Grundbeleuchtung (Helligkeit + UV) können die Temperaturen gemessen werden. Wo dann noch Wärme fehlt, kann mit billigen Baumarktspots höhere Temperaturen geschaffen werden.
Winterruhe
Zwischen Dezember und Januar, ca. 2-3 Monate
Nahrung
Abwechslungsreich füttern! Insekten: Schaben, Heuschrecken, Heimchen, Grillen, …, Grünfutter: Wiesenkräuter (Löwenzahn, Gänseblümchen, Klee, Vogelmiere, usw), Petersilie, Kresse, Romanasalat (beste Nährwerte unter den Salaten). Füttern von Gurke, Obst usw am besten vermeiden! Jungtiere fressen zu 70-80% Insekten, adulte Bartagamen hingegen nur noch zu ca. 20%.
Leckerbissen
Wachsmaden, Mehlwürmer sehr selten füttern! Vitaminzugabe ist notwendig (Korvimin oder Herpetal).
Problematik
Der Markt ist absolut überschwemmt mit Bartagamen, die Preise sind im Keller und die Tiere werden unter Wert verkauft. Es ist davon abzuraten, weiterhin Bartagamen nachzuzüchten, selbst wenn man Abnehmer für die Tiere hat bleiben andere, die ebenfalls meinen, züchten zu müssen, auf ihren Tieren sitzen. Das sollte man sich vorher überlegen und darüber nachdenken, ob man das wirklich tun muss, nur um die Tiere aufwachsen zu sehen und welchen Schaden man damit mithilft zu verursachen. Einzelhaltung ist das absolute Optimum bei Pogona.
Eingeschickt von Patricia