Degu Gehege

12. Februar 2010

Degu Gehege

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Degus unterzubringen.

Terrarien sind für Degus nur geeignet, wenn eine ausreichende Luftzirkulation vorhanden ist. Schwierig und aufwändig ist die Anbringung mehrerer Ebenen in einem Terrarium.

Wenn man handwerklich ein bisschen geschickt ist, kann man einen Eigenbau bauen. Es ist darauf zu achten, dass das Holz in keiner Weise beschichtet oder lackiert ist. Der Draht sollte von innen angebracht sein, damit die Degus gar keine Möglichkeit haben, das Holz anzuknabbern. Der Draht sollte fest sein, vorzugsweise eignet sich verschweißter Volierendraht.

Der beliebteste Käfig ist aber immer noch eine sehr geräumige Vogelvoliere mit großen Türen. (Die großen Türen, damit man die Gegenstände leichter austauschen kann.) In der Voliere kann man nach Belieben Etagen aus Holz einbauen und immer wieder neu umgestalten. Man sollte aber immer darauf achten, dass die Degus nicht von oben bis ganz nach unten fallen können.

Die Ebenen kann man am besten mit Massivholz bauen, die mit speichelechtem Lack („Spielzeug-“ oder „Sabberlack“, erkennbar an der Norm DIN EN 71-3) überstrichen werden, damit sich der Urin der Tiere nicht ins Holz hineinfrisst. Der Abstand zwischen den verschiedenen Ebenen sollte mindestens 40cm sein.

Die Mindestmaße eines Deguparadieses sollten 1,20m Breite 0,60m Tiefe und 1,20m Höhe nicht unterschreiten bzw. die Grundfläche sollte nie weniger als 0,5 m² betragen. Natürlich heißt es bei Degus auch: je größer, desto besser.

Standort

Natürlich muss der Käfig auch denn richtigen Standort haben. Degus sind tagaktive Tiere, können aber auch in späten Abendstunden und sogar nachts noch sehr aktiv sein. Das heißt, man sollte die Degus nicht gerade im Schlafzimmer halten, da sie am Holz knabbern, in der Einstreu wühlen oder mit dem Laufrad Geräusche erzeugen und so den Schlaf des Halters stören könnten.

Der Käfig sollte nicht gerade in direkter Sonneneinstrahlung stehen, weil das bei Degus leicht zu einem Hitzschlag führen kann. Lärm, wie laute Musik mögen die Kleinen gar nicht. Der Raum sollte zugluft- und rauchfrei sein. Der Käfig sollte nicht an einer Heizung stehen, und natürlich muss auch alles vor evtl. vorhandenen Katzen gesichert sein, da Katzen Degus bestimmt sehr interessant finden.

Einrichtung

Degus brauchen immer einen Platz zum Zurückziehen, ganz besonders, wenn sie in ihrem neuen Heim gerade eingezogen sind. Es gibt viele Möglichkeiten, ihnen Verstecke zu bieten, wie zum Beispiel Papp-, Kork-, Bambus- oder Tonröhren.

Da Degus gerne laufen, sollte man sich am besten ein Laufrad mit einem Durchmesser von mindestens 28 cm anschaffen. Wegen der Verletzungsgefahr sollte es keine Querstreben haben und trittfest sein. Ebenso wenig eignet sich ein Plastiklaufrad. Degus sind sehr nagefreudige Geschöpfe und würden das Plastik innerhalb weniger Stunden vernichten. Grundsätzlich sollte auf Plastik im Degukäfig verzichtet werden. Es empfiehlt sich ein Laufrad aus Metall.
Sie sollten natürlich auch noch andere Dinge im Käfig haben, wie z.B. Äste, Wurzeln, größere Steine, um sich die Krallen stutzen zu können und für einen Zahnabrieb zu sorgen.

Zum Nestbau eigenen sich Heu und Stroh. Unbedrucktes und unparfümiertes Toilettenpapier, Taschentücher und ähnliches wird auch gerne genommen. Ebenso freuen sich die kleinen Nager über ein Haus, dass sie sich nicht nur als Schlafplatz herrichten, sondern auch annagen können.
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Ein Keramikgefäß oder ein großes Bonbonglas mit Chincillasand darf im Deguheim nicht fehlen. Dieser ist sehr wichtig für die Fell- und Körperpflege, das Wohlbefinden und den Stressabbau der Degus. Bitte keinen Spielzeugsand oder Vogelsand verwenden, da dieser Fell und Haut beschädigen kann.

Ein gut stehender Wassernapf oder eine Wassertränke ist sehr wichtig, da Degus sehr gerne trinken. Es empfiehlt sich, mehrere Futternäpfe aufstellen, da Degus extrem futterneidisch sind. Viele Deguhalter benutzen gar keine Futternäpfe, sondern streuen einfach das Futter auf die verschiedenen Ebenen.

Als Einstreu kann man am besten das handelsübliche Kleintierstreu benutzen.

Danke an Suesse für die Informationen.

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